
Sams Kindertheater am 19. Juni.
Martin Taschenbier ist überglücklich, dass das Sams endlich wieder zurück ist. Vielleicht kann es ja sogar helfen, Onkel Alwin aus Australien wieder loszuwerden, der sich bei Familie Taschenbier einquartiert hat und allen auf die Nerven geht. Es könnte ihn ja einfach fortwünschen!
Nach dem Grüffelo Theaterstück und »Oh wie schön ist Panama« von Janosch präsentierten wir die bekanntesten Kinderschauspieler des Landes: Pohyb‘s & Konsorten. Mit einer neuen Berlin-Premiere.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Himbeer Familienmagazin und den BUCHBOX! Kiezbuchhandlungen statt.

Lesung, Lieder und Dialogphasen mit Fredrik Vahle am 15. Juni.
Mit den zarten Tönen eines Glockenspiels stimmte Fredrik Vahle die Kinder auf den wunderbaren Nachmittag ein. Was folgte, war keine perfekt inszenierte Show, sondern ein organisch ineinander übergehendes Programm aus Lesung, Liedern und Dialogphasen mit seinen quirligen kleinen Fans. »Jedes Kinderpublikum ist anders, und deshalb ist die Reihenfolge der Lieder und Programmphasen variabel«, so Vahle.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Himbeer Familienmagazin und den BUCHBOX! Kiezbuchhandlungen statt.

Axel Scheffler zeichnete und erzählte am 13. Juni aus dem "Grüffelo".
Neben den Kinderbuchklassikern Raupe Nimmersatt (Eric Carle) und den Wilden Kerlen
(Maurice Sendak) steht der Grüffelo in der Beliebtheit ganz oben bei den kleinen Schmökerfreunden. Die Geschichte von der kleinen Maus, die mit Mut, Witz und Charme den großen, gefährlichen Grüffelo in die Flucht schlägt, ist einzigartig.
Axel Scheffler zeichnete und erzählte an diesem Nachmittag aus dem „Grüffelo“, den er zusammen mit der englischen Autorin Julia Donaldson geschaffen hat. Und er stellte die Figuren aus seinem neuen, noch unveröffentlichten Buch vor.
Axel Scheffler lebt und arbeitet in London. Für die 1. KINDERBOX! Literaturwoche kam der Autor extra nach Berlin.

Lesung Frank Goosen am 14. Mai.
Wo sonst auf der Welt wird die fröhliche Begrüßung »Ey, Jupp, du altes Arschloch!« als freundschaftliche und ehrerbietig empfunden? Nirgends, nur entlang der A 40, im Herzen der schönsten deutschen Provinz, die zwar nicht wirklich viel Gegend hat, dafür aber jede Menge skurrile, herzliche, raue, gnadenlos ehrliche Ureinwohner. Er durchstreift mit Mücke, Pommes und Spüli die Untiefen einer Jugend, er steht an der Seltersbude auf ein Bierchen, leidet und jubelt mit den Fans im Stadion, durchkämmt Schrebergärten und Zechen, Industriebrachen und Einkaufszentren.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit den BUCHBOX! Kiezbuchhandlungen statt.

Klaus Baumgart las am 08. Mai "Laura Stern".
Laura beobachtet nachts, wie ein Stern vom Himmel direkt vor ihr Haus fällt. Doch am Morgen ist er verschwunden. „Lauras Stern“ erzählt einfühlsam, dass man sich manchmal von Dingen trennen muss, die man lieb hat.
Klaus Baumgart, Jahrgang 1951, gehört mit seinen weltweit über vier Millionen verkauften Büchern zu den international erfolgreichsten Bilderbuchkünstlern. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. 1999 wurde er als erster deutscher Autor für den englischen „Childrens Book Award“ nominiert. Er besucht die BUCHBOX!, um das schönste aus Lauras Stern vorzulesen. Für Kinder ab drei Jahren.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Himbeer Familienmagazin und den BUCHBOX! Kiezbuchhandlungen statt.

Lesung Adam Davies am 07. Mai.
Dein oder mein Entweder bekommt er die Frau, die er liebt, oder er behält die Arbeit, die er liebt. Und welche Entscheidung er auch treffen mag, sie könnte sein gesamtes Weltbild zerstören. Ihm das Herz brechen, irreparabel. Ihn ins Gefängnis bringen. Ihn töten.
Adam Davies, geboren 1971 in Louisville, Kentucky, arbeitete nach dem Literaturstudium an der Syracuse University als Verlagsassistent in New York und danach als Dozent für Englische Literatur in Savannah/Georgia.
Foto © Robert Wilson.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit den BUCHBOX! Kiezbuchhandlungen statt.

Lesung Clemens Meyer am 29. April.
Clemens Meyer schreibt ein Tagebuch über die Gewalten unserer Zeit: die Wirtschaft stürzt, der beste Freund liegt im Hospiz, Jubel beim Pferderennen. Mit Witz, Lust und Wut schreibt er über das Leben. Über das Ende der Träume und den Fall der Aufsteiger: Krisen, Tod, Krankheiten, das Wetter, Terror, Pandemie, Weltkriege. Er setzt sich aus und erzählt von der Welt, durch die wir täglich gehen. Von ihrer Roheit, Unheimlichkeit und Schönheit. Die psychiatrische Notaufnahme wird zur Endstation einer heillosen Nacht.
Am eigenen Schreibtisch tobt der Kampf mit dem nächsten Roman. Aufbrausend und lakonisch, schelmisch und unmissverständlich berichtet Clemens Meyer ein Jahr lang aus unserer Gegenwart.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit den BUCHBOX! Kiezbuchhandlungen statt.

Katrin Engelking las am 17. April "Pippi findet einen Spunk".
Seit vielen Jahren illustriert Katrin Engelking Kinderbücher. Ihre zauberhafte Handschrift ziert unter anderem die tollen neuen Bilderbücher von Pippi Langstrumpf. Katrin las nicht nur aus ihren Werken, sondern den Kindern ab vier Jahren gab sie auch einen Einblick in ihren Schaffensprozess.
Live dabei sein konnten die Kleinen, wenn die bekannte Zeichnerin die Figuren von Astrid Lindgren zeichnerisch lebendig werden ließ. Im Anschluss signierte sie ihre Werke, die am BUCHBOX! Büchertisch gekauft werden konnten.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Himbeer Familienmagazin und den BUCHBOX! Kiezbuchhandlungen statt.

ANDREJ KURKOW stellte am 27. Februar seinen neuen Roman „Der Milchmann in der Nacht“ vor.
Jeden Morgen um halb fünf, in Dunkelheit und Eiseskälte, steigt die junge Irina in den Bus nach Kiew. Dort wird ihr die Muttermilch gegen bares Geld abgepumpt, während ihre eigene kleine Tochter sich mit Pulvermilch begnügen muss.
Bestimmt kriegt irgendein Kind reicher Eltern ihre Milch, denkt sich Irina. In Wahrheit dient sie
einem einfl ussreichen Parlamentarier als Wundermittel… Als Irina sich verliebt und nicht mehr als ›Amme‹ arbeiten will, ist der Politiker alles andere als erfreut.
Andrej Kurkow verflicht die Lebensläufe dreier junger Paare auf virtuose Weise miteinander.
Ein aberwitziger Roman aus der Ukraine, einem Land, in dem die Realität absurder ist als jede Phantasie – selbst eine so wilde Phantasie wie die von Andrej Kurkow.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Diogenes Verlag und der Buchhandlung BUCHBOX! statt.
Über ANDREJ KURKOW
Andrej Kurkow wurde am 23. April 1961 in St. Petersburg (Leningrad) geboren, lebt aber seit seiner Kindheit in Kiew. Er studierte Sprachen (neben Englisch und Japanisch spricht er noch 9 weitere Sprachen) und arbeitete später kurz als Herausgeber einer Ingenieurszeitschrift.
Es folgte der Militärdienst, den er als Gefängniswärter im Gefängnis von Odessa ableistete. Danach lernte er die Arbeit eines Kameramannes an den renommierten Dovshenko-Filmstudios und begann, Drehbücher zu schreiben. Seit 1996 ist er freier Schriftsteller und arbeitet daneben für Radio und Fernsehen. Er lebt in Kiew.

ULRIKE DRAESNER präsentierte am 28. Januar ihren neuen Roman „VORLIEBE“.
Harriet, halbindisch, mathematikbegeistert, macht in ihrem Beruf aus wissenschaftlichen Daten schöne kosmische Bilder, ein wenig Lüge darf dabei schon sein. Auch zuhause scheint alles gut eingerichtet mit Partner Ash und Ben, dessen Sohn aus einer früheren Beziehung. Doch dann fährt Ash mit dem Auto ausgerechnet die Frau von Harriets Jugendliebe an, und Peter, der Mann, den sie längst vergessen zu haben glaubte, tritt von neuem in ihr Leben. Ein vermeintlich harmloses Liebesgetändel beginnt: Man ist ja offen, Heimlichkeiten und Eifersucht sind antiquiert, man verhält sich den Klischees der Gefühlswelt gegenüber scheinbar abgeklärt. Doch Ulrike Draesner schickt die Heldinnen und Helden ihres neuen Romans auf wunderbar verspielte Weise in ein irrlichterndes Labyrinth aus romantischen Verwicklungen, das eine der Figuren nicht lebend verlassen wird.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Luchterhand Literaturverlag und der Buchhandlung Georg Büchner statt.
Über ULRIKE DRAESNER
Sie ist eine der profiliertesten deutschen Schriftstellerinnen ihrer Generation, spinnt mit ihrem neuen Roman eine Ménage à Quatre, die an so berühmte Vorbilder wie Goethes „Wahlverwandtschaften“, Walsers „Ein fliehendes Pferd“ oder an den Truffaut-Film „Jules et Jim“ denken lässt – dabei aber wieder ihren ganz eigenen Ton anschlägt. Zuletzt erschienen von der vielseitigen Berliner Autorin der Roman „Spiele“ (2006), die Essays „Schöne Frauen lesen“ (2007) und der Gedichtband „berührte orte“ (2008).

Berliner Buchpremiere
SIMON BOROWIAK - bekannt als TITANIC-Redakteur
stellte am 21. Januar seinen neuen Roman „Schade um den schönen Sex“ vor.
Hamburg, kurz vor Weihnachten: Cromwell, ein Mann, dessen aktuelle Flamme ihn gerade zum Teufel gewünscht und nebenbei zwei Flugtickets nach Nizza überlassen hat, ruft seinen besten Freund an: er möge doch mit ihm nach Nizza fliegen. Der Angesprochene, Ich-Erzähler des Romans, ist gar nicht erbaut: Weihnachten im Süden?... wo doch im Norden Kälte, Strohsterne, Adventskalender, Nougat, Lichterpracht und riesige Weihnachtsbäume locken? Aber, bewandert was psychische Notsituationen betrifft, lässt sich unser Ich-Erzähler breitschlagen und landet im Schlepptau von Cromwell – in Ventimiglia. Dort begegnen die Freunde einem filigranen Burschen um die Vierzig, in schwarzer Kleidung, Baskenmütze und Sonnenbrille, der Ihnen eine Unterkunft verheißt. „Darf man sich von fremden Männern in punkto Unterkunft ansprechen lassen ?“, fragt sich der Ich-Erzähler – bevor er bemerkt, dass sein Gegenüber ein blinder Cicerone ist. „Tja, wenn er blind ist, kann man ihm blindlings folgen.“ Kurze Zeit später sehen sich Cromwell und sein Freund einem überaus hässlichen, sechsstöckigen Betonbau mit bröselnden Balkonen, einem wahren Schmuckstück aus den bunten Fünfzigern, gegenüber. Wegen des sensationellen Meerblicks und der Tatsache, ihren Blinden kurzerhand ins Herz geschlossen zu haben, mieten die beiden Männer ein Appartement.
Eigentlich könnte sich nun alles in Wohlgefallen auflösen: Cromwell möchte seine neue Kamera testen, der Ich-Erzähler widmet sich dem Bau einer Strandgut-Krippe, die aussieht wie „vermöbelter Josef auf Hundekackplatz“, Mendelssohn entpuppt sich als wunderbarer Freund und Begleiter und auf vertrackte Art und Weise hat das hässlich-schöne Ventimiglia so seinen Reiz. Tja, eigentlich. Wäre da nicht Gesa: ein zartes Persönchen mit zierlichem Gesicht, sehr schönen Augen und – etwas zu minderjähriger Fasson...
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Eichborn Verlag und der Buchhandlung buchbox statt.
Über SIMON BOROWIAK
Er ist 1964 geboren, war sieben Jahre Redakteur bei dem Satireblatt TITANIC und ist Autor des Bestsellers Frau Rettich, die Czerni und ich (verfilmt mit Iris Berben). 2006 erschien ALK – fast ein medizinisches Sachbuch, laut SPIEGEL „ein Wunder an Komik, Recherche und Weisheit“, 2007 sein humorvoll psychotischer Roman Wer Wem Wen.

ANDREAS HOPPE stellte gemeinsam am 05. November 2009 mit der Co-Autorin JACQUELINE ROUSSETY das Buch „ALLEIN UNTER GURKEN“ vor.
Tatort Gemüsebeet: Ein Selbstversuch mit Hindernissen
Eine kleine blasse Erdbeere, serviert bei einem Dreh im Winter, ist der Auslöser: Bei ihrem Anblick erkennt Andreas Hoppe, alias Tatort-Kommissar Mario Kopper, wie ungesund unsere Essgewohnheiten sind: für uns, unsere Zukunft, unsere Umwelt. Und er beschließt, ab sofort nur noch das zu essen, was in der Nähe wächst. Doch kann man sich mit Produkten aus einem Umkreis von 100 Kilometern wirklich ernähren? Was zieht man selbst und was bekommt man im Laden um die Ecke? Und wie kommt man nach einem Zehn-Stunden-Drehtag an Tomaten aus der Region?
Zwischen kulinarischer Glückseligkeit und genüsslichem Scheitern: Ein Praxistest in Sachen „local food“ – undogmatisch, lustvoll und nachdenklich zugleich.
100 Kilometer. Das ist der Radius, aus dem Essen mit dem Siegel »regional« stammen sollte. Doch was wächst überhaupt bei uns in der Nähe, und gibt’s im Winter eigentlich mehr als Kraut und Rüben? Andreas Hoppe hat ausprobiert, was es bedeutet, sich regional zu ernähren. In Erinnerung an den Schrebergarten seines Großvaters hat er selbst Obst und Gemüse angebaut – und erfahren, was wirklich hinter einer biologisch korrekten, regionalen Ernte steckt. Doch wie sieht es mit Brot und Butter aus? Wie kommt man an Fleisch und Fisch aus der Region? Und wo bitte besorgt man im Stadt-Alltag das, was als regionales Essen gelten kann? In ihrem Berliner Kiez stoßen Andreas Hoppe und seine Mitstreiterin Jacqueline Roussety auf Biotope ganz eigener Art und sie stellen fest: Regional zu essen verlangt weit mehr als den trendigen Einkauf im Bio-Shop. Es setzt ein verändertes Bewusstsein voraus und die Bereitschaft, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Nur was tun, wenn einen das Verlangen nach einem edlen italienischen Tropfen überfällt?
Voller Abenteuerlust und mit einer gehörigen Prise Humor lässt uns Andreas Hoppe teilhaben an den Höhen und Tiefen seines Selbstversuchs. Die perfekte Lektüre für alle ökologischen Nachahmungstäter.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Piper Verlag und der Buchhandlung buchbox statt.
Ueber Andreas Hoppe
Er ist den meisten bekannt durch seine Rolle als „Mario Kopper“ im Ludwigshafener Tatort, blieb neben Film und Fernsehen auch dem Theater als Schauspieler treu und produziert mit seiner Firma „Hope Production“ eigene Filme. Er lebt abwechselnd in Berlin und auf seinem kleinen Landdomizil und engagiert sich für mehrere Naturschutzprojekte.
Ueber Jacqueline Roussety
Sie hat Literatur, Geschichte und Filmwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert und arbeitet als Schauspielerin, Regisseurin, Dozentin und Autorin.

AHNE und seine Freunde waren am 18. September da und haben vor über 200 Gästen 'Neue Zwiegespräche mit Gott' und Ihre musikalischen Schmankerl vorgestellt - dabei waren Todosch, Jan Böttcher (Autor und Musiker), Olaf Gladitz, Jan Koch (Liedermacher) und Fil (Comiczeichner von Diddi & Stulle" und Sänger). Wir hatten einen riesen Spaß und freuen uns auf das nächste Mal!
Seit im März 2007 das erste Buch "Zwiegespräche mit Gott" veröffentlicht wurde, ist jede Menge passiert. Kapitalisten brachen eine Weltwirtschaftskrise vom Zaun, Obama wurde zum neuen US- und damit auch Weltpräsidenten gewählt, der Fleischer in der Schönhauser Allee hat dichtgemacht und Uwe und Karin haben sich ineinander verliebt. Viel Eis ist geschmolzen und manche Forderung gestellt worden. Unter anderem soll Religion wieder wichtiger werden, selbst in Ländern, in denen sie bisher nicht so den Ton angab. Ob Gott dazu eine Meinung hat, ob ihm sein Gesprächspartner widerspricht, was zuerst da war, Farbe oder Ton, und wie man "?????????????????????" übersetzt, all das und auch vollkommen anderes erfährt man in den "Neuen Zwiegespräche mit Gott".
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Verlag Volant & Quist und der Buchhandlung buchbox statt.
Ueber AHNE
ist 1968 in Berlin-Buch geboren und gelernter Offset-Drucker. Die Wende war ein Glücksfall: Er wurde arbeitslos und Hausbesetzer. Seine Geschichten liest er seit etlichen Jahren bei der Reformbühne Heim & Welt sowie den Surfpoeten vor, Letztere hat er mitgegründet. Bisherige Veröffentlichungen: "Wie ich einmal die Welt rettete", "Ich fang noch mal von vorne an" (KiWi). 2007 veröffentlichte er seine von Radio Eins bekannten "Zwiegespräche mit Gott" als Buch mit CD, 2008 folgte "Was war eigentlich morgen" (beide bei Voland & Quist).

Jenny Erpenbeck war am 10. September da und stellte ihr neues Buch 'Dinge, die verschwinden' vor.
»Irgendwann, mitten in der Zeit knallt es dann, und das Jahr, das ein Jahr lang Gegenwart genannt wurde, verschwindet aus dieser Gegenwart und verwandelt sich von einer Sekunde auf die andere in Vergangenheit.«
»An Abschiede erinnere ich mich«, ist einer der Absätze, mit denen die kurzen Einträge in Jenny Erpenbecks Dinge, die verschwinden beginnen. Die Stichworte, um die es in diesem Buch des Abschieds geht, sind u. a. Palast der Republik, Sperrmüll, Erinnerungen, Socken, Hof ohne Grenzen, Freundin, Öfen und Kohle, Diebesgut, Mitte von Nirgendwo, Männer, das einfache Leben, Warschauer Ghetto, Höflichkeit, Wörter, Mütter, Tropfenfänger, Jahre, Splitterbrötchen, Friedhofsbesuche und kluge Kommentare.
Von all diesen Dingen nimmt Jenny Erpenbeck Abschied: manchmal mit tiefer Trauer, manchmal mit einer letzten melancholischen Verbeugung, manchmal aber auch mit Humor. Dinge, die verschwinden hieß die Kolumne in der »Bilder und Zeiten«-Beilage der FAZ, aus der viele der hier versammelten Alltagssplitter stammen – zusammengenommen ergeben sie ein Buch über die Vergänglichkeit alles Irdischen. Jenny Erpenbecks bisher persönlichstes Buch.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Verlag Galiani und der Buchhandlung buchbox statt.
Ueber Jenny Erpenbeck
Sie wurde 1967 in Ostberlin geboren und lebt heute als freie Schriftstellerin und Regisseurin in Berlin. Ihr Prosadebüt Geschichte vom alten Kind war ein sensationeller Erfolg. 2001 folgte Tand, 2005 Wörterbuch. 2008 erschien der mit inzwischen vier Literaturpreisen ausgezeichnete Roman Heimsuchung. Jenny Erpenbecks Bücher sind in sechzehn Sprachen übersetzt.

Thomas Fuchs - Autor für das Satire-Magazin Titanic stellte am 25. Juni im Gespräch mit Sabine Carbon sein Debut-Roman Grenzverkehr vor.
Milena hätte nichts dagegen, reich und glücklich zu werden. Wenn man aber wie sie arbeitslos und ohne Ausbildung in Nehlavné Mesto am hintersten Ende der Slowakei, kurz vor der Ukraine zu Hause ist, also am Arsch der Welt und fast in Russland, liegt das Glück nicht unbedingt vor der Haustür. Wenn man dann noch 4000 Kronen zahlen soll, weil man in einer Nachtschicht als Supermarktkassiererin eingeschlafen ist und eine russische Gang den Laden ausgeplündert hat, bleibt nur noch die Flucht.
Milena, die mehr vom Leben will, als Nehlavné Mesto es ihr bieten kann, zieht aus, um im angeblich Goldenen Westen ihr Glück zu suchen. Beim Escortservice Dreamgirls in Amsterdam findet sie ein zwar nicht gerade verdienstvolles, dafür aber einträgliches Betätigungsfeld. Für Milena eine Grenzerfahrung im buchstäblichen Sinn, denn sie lernt viele skurile Überlebenskünstler kennen, die ihr Geld auf mehr oder weniger legale Weise "verdienen". Grenzverkehr ist ein Sittenroman über die Herrschaft der Torheit, den Traum vom Westen, die Jagd nach dem Geld und die Sehnsucht, dem Schlamassel zu entkommen. Ein Roman über Frauen und Männer, Amerikaner und Russen, Italiener und Holländer, Polen und Slowaken, Koreaner und Gartenzwerge - und bis auf Letztere kommt dabei keiner wirklich gut weg. Vergnüglich, spannend und mit einem guten Schuss Erotik, wobei es die Heldin schafft, im Herzen immer "rein" zu bleiben.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Heyne Verlag und der Buchhandlung buchbox statt.
Ueber Thomas Fuchs
Thomas Fuchs (Jahrgang 1962) war u.a. Werbetexter, Drehbuchautor, Script Doctor und Gagschreiber, einmal sogar Senior Story Consultant. Er schreibt regelmäßig für das Satire-Magazin Titanic. Thomas Fuchs lebt in Berlin.
Ueber Sabine Carbon
Sie studierte Archäologie und Germanistik in München und Berlin, wo sie seit 1986 lebt. Während des Studiums arbeitete sie als Film- und Kunstkritikerin für den Berliner Tagesspiegel, absolvierte ein Volontariat bei der ARD und arbeitete danach als Moderatorin und Filmemacherin. Seit 1992 führte sie Regie bei vielen Dokumentationen, Features und Dokumentarfilmen. 2003 gründete sie die Produktionsfirma [24pictures], in 2004 gründete sie gemeinsam mit Barbara Lücker den Verlag [edition.SABA] und 2008 die SABA.galerie in Berlin-Mitte.

BUCHPREMIERE von und mit Veronika Peters
Die Bestsellerautorin von Was in zwei Koffer paßt stellte am 11. Juni ihren neuen Roman An Paris hat niemand gedacht vor.
Eigentlich hätte Marta mit ihrer Familie eine glückliche Kindheit in Afrika verbringen können – wenn der Vater seiner Frau und seinen Töchtern nicht das Leben zur Hölle gemacht hätte. Tief sind die Wunden, die er Marta schon in jungen Jahren zugefügt hat, und als die Familie nach Deutschland zurückkehrt, entschließt sich die 15-Jährige Reißaus zu nehmen. Sie bricht jegliche Verbindung zu ihren Eltern und Schwestern ab.
Nach jahrelanger Suche macht Martas jüngere Schwester Kati die Verschollene ausfindig und trifft sich mit ihr – allerdings kommen sich die beiden nicht näher. Alles ändert sich aber, als Marta vom Tod ihres Vaters erfährt und wenig später eine Nachricht von ihrer Mutter Greta, einer inzwischen erfolgreichen Managerin, erhält. Nach dem langen Schweigen zwischen Mutter und Tochter stellen sich nun beide der Vergangenheit. Schwankend zwischen Zorn und Zuneigung machen Mutter und Tochter erste, zögerliche Schritte aufeinander zu – und stellen bald fest, dass nichts so ist, wie es all die Jahre schien...
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Goldmann Verlag und der Buchhandlung Georg Büchner statt.
Ueber Veronika Peters
Veronika Peters, geboren 1966 in Gießen, verbrachte ihre Kindheit in Deutschland und Afrika, wo ihr Vater als Lehrer tätig war. Im Alter von fünfzehn Jahren verließ sie ihr Elternhaus, absolvierte eine Ausbildung zur Erzieherin und arbeitete in einem psychiatrischen Jugendheim, bis sie 1987 ins Kloster eintrat. Nach beinahe zwölf Jahren verließ sie den Orden und zog nach Berlin, wo sie sich mit Fotographie und Schreiben beschäftigte. Veronika Peters lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen im Stadtteil Prenzlauer Berg.

Burkhard Spinnen präsentierte am 28. Mai 2009 sein neues Buch MÜLLER HOCH DREI
Sieben Tage vor seinem 14. Geburtstag wird Paul Müller von seinen Eltern verlassen. Die gehen mal eben auf Weltreise. Paul, ein zögerliches und übervorsichtiges Einzelkind, soll jetzt fix erwachsen werden und alleine zurechtkommen. Das findet er nicht so toll. Im Gegenteil, das haut ihn um.
Aber das ist erst der Anfang. Mit einem Mal scheint Pauls behütetes Leben im verschlafenen Neustadt Kopf zu stehen. Kurz nacheinander platzen in seine Verwirrung: ein unerzogener Hund mit gefährlichem Appetit sowie seine Zwillingsschwester Paula, die auf der Flucht vor ihrem indischen Stiefadoptivvater ist. Und dann erzählt ihm die multipel allergische Tante Elke seine vertrackte Familiengeschichte. Paul würde sich jetzt gern seine geliebte Patchworkdecke über die Ohren ziehen, aber dafür ist es definitiv zu spät. Stattdessen beginnen Paul und Paula mitsamt dem Hund eine abenteuerliche Reise.
Nach dem großen Erfolg von Belgische Riesen legt Burkhard Spinnen sein lang erwartetes zweites Buch vor. MÜLLER HOCH DREI ist eine rasante, einfallsreiche und ziemlich schräge Familiengeschichte für Leser jeden Alters ab 10 Jahren.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Buchverlag Schöffling und der Buchhandlung Buchbox statt.
Ueber Burkhard Spinnen
Burkhard Spinnen wurde 1956 in Mönchengladbach geboren. Er studierte Germanistik, Publizistik und Soziologie in Münster und schloß 1989 seine Promotion ab. Er war wissenschaftlicher Assistent am Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und lebt seit 1996 als freier Autor in Münster. Für seine Arbeiten hat er diverse Preise und Auszeichnungen erhalten, u.a. 1991 den aspekte-Literaturpreis, 2003 den Wirtschaftsbuchpreis der Financial Times Deutschland und 2007 den Deutschen Hörbuchpreis. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land -Il Passato è una terra Straniera
Der ehemalige Antimafia-Staatsanwalt Gianrico Carofiglio stellte gemeinsam mit dem Schauspieler Joachim Król am 18. April seinen neuen Roman Die Vergangenheit ist ein gefährliches Land vor, gelesen in italienisch vom Autor selbst und in deutsch von Joachim Król.
Der 22-jährige Giorgio ist in jeder Hinsicht perfekt: Er ist ein mustergültiger Sohn und ein strebsamer Jura-Student, er hat eine nette Freundin und ganz konkrete Vorstellungen davon, wie sein Leben einmal aussehen soll. Eines Abends trifft er auf einer Party den charismatischen Francesco, einen ebenso undurchschaubaren wie charmanten Nichtstuer, der von Anfang an eine ungeheure Faszination auf Giorgio ausübt. Die beiden freunden sich an und Giorgio gerät immer tiefer in den Sog von Francescos zwielichtiger Welt. Dieser nimmt ihn mit auf rauschende Feste und in dubiose Spielhöhlen, wo er den unerfahrenen Giorgio mit seinem weltmännischen Auftreten und seiner Souveränität, mit der er Frauen begegnet, beeindruckt.
Francesco weiht Giorgio in seine ganz persönliche Gewinntaktik beim Pokern ein: Er ist ein Falschspieler, der seine Glückssträhne ausgefeilten Tricks beim Kartenverteilen verdankt. Und so schockiert Giorgio zunächst auch ist, sagt er sich schließlich, dass die Aussicht auf so viel leicht verdientes Geld zu verlockend sei, um sie wegen kleinbürgerlicher Skrupel zu verdammen. Er lässt sich von Francesco seine Tricks beibringen, gemeinsam zocken sie ihre Mitspieler ab und haben bahnbrechenden Erfolg. Mit der zeit passt Giorgio sich Francesco an, wird immer arroganter und egoistischer, kauft sich einen teuren BMW und hat Affären, die eine schale Leere in ihm hinterlassen. Gleichzeitig entfernt er sich innerlich immer mehr aus seiner alten Lebenswelt: Er wirft alle seine Pläne und Vorhaben über Bord, belügt seine Eltern, trennt sich von seiner Freundin, bricht das Studium ab und baut sich systematisch ein Doppelleben auf.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Verlag Randomhouse und der Buchhandlung buchbox berlin statt.
Ueber Gianrico Carofiglio
Er wurde 1961 in Bari geboren und arbeitete in seiner Heimatstadt viele Jahre als Antimafia-Staatsanwalt. Seit 2007 ist er als Berater der italienischen Regierung für den Bereich organisierte Kriminalität tätig. In Italien sind bisher vier Romane von ihm erschienen, drei davon um den Anwalt Guido Guerrieri. Seine Geschichten fesseln mit einem spannenden Plot, doch sie sind viel mehr Entwicklungsroman als Krimi oder Gerichtsthriller, denn stets spielen die Höhen und Tiefen im Privatleben seines Helden eine zentrale Rolle. Gianrico Carofiglios Bücher feierten sensationelle Erfolge und wurden mit zahlreichen literarischen Preisen geehrt, u.a. mit dem renommierten „Premio Bancarella“ und dem „Radio Bremen Krimipreis 2008“. Gianrico Carofiglio lebt mit seiner Familie in Bari (Apulien).

BUCHPREMIERE PEACE
Am 30. April stellte Alexa Hennig von Lange ihren neuen Roman vor.
Joshua ist ein Kind der frühen siebziger Jahre. Bereits im Alter von siebzehn hat er ein Leben hinter sich, das, milde ausgedrückt, weit abseits bürgerlicher Standards verlaufen ist. Seine Mutter hat eine Alternativkarriere erster Güte eingeschlagen: vom Hippie-Groupie zur radikalen Lesbe, vom Goa-Dropout zur fernsehsüchtigen Pazifistin. Sein Vater – oder der, den er lange dafür hielt – hat sich längst eine heimliche Zweitfamilie samt Aktienpaket zugelegt. Obendrein behauptet der LSD-Lieferant seiner Mutter plötzlich, sowieso sein Erzeuger zu sein. In dieser Situation hilft es nicht gerade, dass Joshuas Mutter in ihrer ideologischen Verwirrtheit beschließt, sich aus Solidarität zu den ehemaligen RAF-Häftlingen für den Rest ihres Lebens in Isolationshaft zu begeben – und zwar im Gästeklo. Als ihm dann auch noch seine erste Freundin gesteht, nichts von sexueller Treue zu halten, beginnt Joshua, das Geschlechterverhältnis neu zu sortieren ...
Alexa Hennig von Langes neuer Roman führt auf die Spielwiesen der Gegenkultur. Mit viel Witz und Tempo werden uns die nicht selten absurden Debatten vorgeführt, die unser Rollenverständnis jahrzehntelang erschüttert wie geprägt haben.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Buchverlag Dumont und der Buchhandlung Buchbox statt.
Ueber Alexa Hennig von Lange
Alexa Hennig von Lange wurde 1973 in Hannover geboren. 1997 erschien ihr Debütroman ›Relax‹, der sie zu einer der erfolgreichsten Autorinnen ihrer Generation machte. Es folgten zahlreiche Bücher, zuletzt bei DuMont der Roman ›Risiko‹. Sie schrieb auch eine Reihe von Jugendbüchern. 2002 wurde sie mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Alexa Hennig von Lange lebt in Berlin, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

BUCHPREMIERE Webers Protokoll
von und mit Nora Bossong
Der Romanerstling von Nora Bossong, Gegend (FVA 2006), wurde von der Kritik als „eine der wichtigsten Neuerscheinungen der vergangenen Jahre“ gefeiert. Am 24. März präsentiert die junge Autorin ihren zweiten Roman Webers Protokoll: Eine junge Erzählerin rekonstruiert mithilfe eines alten Diplomaten Webers Vergangenheit. Entstanden ist ein kunstvoll über mehrere Zeitebenen konstruierter spannender Roman über einen deutschen Diplomaten unter Hitler und in einem Nachkriegsdeutschland, in dem jeder das Vergangene vergessen machen will.
„Nicht, dass er etwas zu verschweigen hätte! Er hat, abgesehen von einer kleinen Misslichkeit bei der Verwaltung gewisser Baugelder, seinen Dienst, solange er im Amt war, korrekt, ja gewissenhaft erledigt, er hat im August 44 mit dem Regime gebrochen und das ist alles, was es von seiner Vergangenheit noch gibt. Mehr ist nicht nötig, denkt Weber.“
Konrad Weber ist stellvertretender Leiter des deutschen Generalkonsulats in Mailand, 1943 eine scheinbar friedliche Enklave, die ihn vor dem Alltag der nationalsozialistischen Diktatur und dem Krieg schützt. Nach der Pensionierung seines Vorgesetzten wird ihm zunächst ein im diplomatischen Dienst unerfahrener, weit jüngerer NS-Gefolgsmann vor die Nase gesetzt. Dieser deckt Unstimmigkeiten in den Rechnungsbüchern auf, die in den Verantwortungsbereich Webers fallen. Wendler, ein Bekannter von Weber, hilft ihm nicht ohne eigenen Vorteil aus der verfahrenen Situation und vermittelt ihm ein riskantes Geschäft.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Verlag Frankfurter Verlagsanstalt und der Buchhandlung buchbox berlin statt.
Ueber Nora Bossong
Nora Bossong lebt in Berlin und wurde bereits mehrmals ausgezeichnet, u. a. mit dem Stipendium der Stiftung Niedersachsen und dem Bremer Autorenstipendium. Für ihren Debütroman Gegend (FVA 2006) erhielt sie das Leipziger Literaturstipendium und das Prosawerk-Stipendium der Jürgen-Ponto-Stiftung. 2007 erschien ihr Gedichtband Reglose Jagd (zu Klampen), für den ihr der Wolfgang-Weihrauch-Förderpreis und das Berliner Senatsstipendium zugesprochen wurden. 2008 erhielt sie das New York Stipendium im Deutschen Haus. Nora Bossong verbrachte ein halbes Jahr in Rom, wo unter anderem auch ihr neuer Roman Webers Protokoll spielt.
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